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Yin Yoga

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Im Yinyoga ruht die Kraft

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Yin und Yang sind zusammen ein Ganzes. Sie ergänzen sich und bedingen einander. Sie sind in ewigem Gleichgewicht. Das Eine allein kann ohne das Andere nicht existieren und so enthalten sie sich auch gegenseitig.
Es sind die beiden natürlichen Pole im Universum. Die beiden Blickwinkel unserer Welt mit all ihren Facetten und allem, was sich darin befindet. Sie sind in allem enthalten, auch in uns!
Während Yang (das Leben) alles aktive, gebende, schnelle, kraftvolle, hitzige und dynamische verkörpert,
steht Yin (die Vergänglichkeit) für passiv, annehmend, ausdauernd, langsam, kühlend und ruhig.

Yin-Eigenschaften finden in der heutigen, schnelllebigen Zeit leider nur noch selten sowohl in unserem Denken, als auch in unserem Alltag und in unserer Umwelt Beachtung. Es gibt kaum Platz und Zeit für die Muse, die Kunst, die Langeweile.
Ebenso die meisten Sportarten und auch viele Yogastile sind dynamisch und Yang betont, weil wir uns so sehr daran gewöhnt haben, immer Power zu geben und auf Hochleistung zu funktionieren.
Wir geben uns selbst, was wir angeblich brauchen – muskuläre Anspannung, emotionaler Leistungsdruck und Geschwindigkeit. – „Damit wir uns spüren können…“ Aber was spüren wir damit eigentlich wirklich?
Vollkommene Ruhe, durch die Erschöpfung? Ausgepowert bis zum Stillstand. Endlich spüren wir den Moment, den eigenen Körper und unseren Durst nach Freiheit.
Aber warum? Wo und wer sind wir eigentlich? Wo ist der Teil von uns, der auch mal müde ist, dem etwas zu viel ist, der mal einen Zuhörer braucht? Was ist diese Freiheit?

Vielleicht können wir uns neben dem Ziel auch ab und zu den Weg bewusst machen.
Yinyoga ist der ideale Ausgleich für unseren meist zu stressigen Alltag.
In meinen Yin Sequenzen werden die verschiedenen Asanas, hauptsächlich dehnende Haltungen, sehr lange gehalten. In der Regel minimum 3 Minuten oder länger. Durch die lange Verweildauer, hat der Körper genügend Zeit sich an die Dehnung zu gewöhnen und sich zu lösen. Wir haben die Möglichkeit tief in die Haltung und in die tiefer gehende Wirkung der Haltung hinein zu spüren. Dadurch wird weniger auf muskulärer Basis gedehnt, sondern mehr in der Struktur des Bindegewebes (Faszien), wo unter anderem auch unsere verschiedenen Energieleitbahnen fließen, die unsere Organe versorgen. In der TCM werden diese Meridiane genannt und z.B. durch Akupunktur werden Blockaden vergleichbar gelöst. Die Yogins nennen diese Energieleitbahnen, Nadis (Strahlen aus Licht). Sie beleuchten jede Zelle unseres Wesens.
Der lange Dehnimpuls regt auch den Fluss der Energie in diesen an und gleicht dadurch ein Zuviel oder Zuwenig entsprechend aus.
Mit etwas Feingefühl kann man vielleicht sogar tiefer in die Haltung hinein fühlen, um auf allen Ebenen letztendlich auch das Gemüt und den Geist für die gehaltene Position zu öffnen, sich vielleicht sogar von ihr zu lösen, um die Gedanken und Gefühle, die tief in unserem Unterbewusstsein verborgen sind, bewusst zu befreien und einfach sein zu lassen.

… in der Ruhe (Yin) liegt die Kraft (Yang)

 

In Yinyoga power rests

Yin and Yang are together complete. They nourish and cause each other. They are in eternal Balance. Each alone cannot exist without the other one and so they contain each other, too. They are the both natural poles of the universe. Both perspectives of our world with all its facets and all that is included. They are part of everything, even us!
While Yang (life) embodies all activity, giving, speed, power, heat and dynamics,
Yin (transience) stands for passivity, accepting, slow motion, patience, cooling and quietness.

Yin- characteristics are sadly missing in most of today’s fast lifestyle and also loosing attention not only in our thinking but in day to day’s life and our environment, too. There is rarely space and time left for muse, art and boredom.
Also most sports and even many yoga styles are dynamic and Yang like, because we are so much familiar to function and we always want to give full power. We care for our self with what we seem to need – muscular tension, emotional pressure to perform and speed. – „so that we can feel our self…“ But by doing this, what do we feel in fact?
Absolute silence, by exhaustion?
Finally we feel the moment, our own body and our thirst for freedom.
But why? Where and who are we in reality? Where is that part of us, which sometimes is tired or feels to much pressure, which may need one to listen to? What is meant by this freedom?

Maybe here and there among our aims we are able to become aware of the journey. Yinyoga is the ideal offset for our mostly stressful daily routine.
In my yin sequences different Asanas, mainly stretching postures, are held for quite long, like 3 Minutes or longer. In this adjusted resting period the body can easier adept to the position and relax. We got the opportunity to sink deep into the posture and feel into it’s far inside reaching effects. For this reason stretching happens less on muscular base but it the fascial structure, where among other things diverse energy lines lead to nourish our organs.
In TCM they are called meridians and e.g. through Acupuncture blockades are solved similarly. Yogis call these energy lines, Nadis (Rays of light). They are enlightening every cell of our being.
A long impulse of stretching also stimulates the flow of energy in them and like this assimilates over-and under supply accordingly.
With little sensitiveness someone may feel even deeper in the position, to open on all levels ultimately mind and intellect, maybe one even may release from the posture for the aware freeing of thoughts and feelings which are hidden deep in our subconsciousness and just let them be like they are.

… in silence (Yin) power is recharging (Yang)